Inhaltsverzeichnis

  1. CBG (Cannabigerol)
  2. CBG-Wirkungsweisen bei verschiedenen Krankheitsbildern
  3. CBG-Öl
  4. Anwendung und Aufbewahrung von CBG-Öl
  5. Nebenwirkungen von CBG
  6. CBG in der Tiermedizin

CBG (Cannabigerol)

Cannabigerol, kurz CBG, ist ein Phytocannabinoid, das in verschiedenen Hanfpflanzen vorkommt. Das Molekül setzt sich aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff zusammen.
Die höchste Konzentration findet man in der indischen Hanfpflanze Cannabis indica und Jungpflanzen mit einem Alter von circa sechs Wochen. Zu dieser Erkenntnis kamen auch Forscher der TU Dortmund, die den Cannabinoidgehalt während der Blütephase wöchentlich testeten.

Verschwindend geringe Mengen lassen sich auch in den Hanfsamen finden. Es ist also eines der ersten Cannabinoide, die direkt in der heranwachsenden Pflanze entstehen. CBG besitzt keine psychoaktive Wirkung und unterliegt damit auch nicht dem deutschen Betäubungsmittelgesetz.

Neben den über einhundert weiteren Cannabinoiden, die sich in der Cannabispflanze finden lassen, wurde CBG bereits relativ früh entdeckt. Schon im Jahr 1964 hat man es durch Destillation isolieren und untersuchen können[1].

Gebildet wird es als Cannabigerolsäure (CBGA). Durch den Reifeprozess der Cannabispflanze, wandeln die pflanzeneigenen Enzyme CBGA in verschiedene saure Cannabinoide um, zum Beispiel THCA, CBCA und CBDA. Nach der Trocknungsphase, dem anschließendem Härten und Erhitzen, wandeln sich diese sauren Phytocannabinoide in nicht-saure Cannabinoide um. Das Ergebnis sind unter anderem die wohl bekanntesten Vertreter THC sowie CBD.

Dieser Prozess macht CBG zwar zu einer Vorstufe von CBD, leichte Unterschiede in den Wirkungsweisen lassen sich dennoch finden. Dadurch erschließen sich für Wissenschaftler und Patienten neue Anwendungsgebiete, wie zum Beispiel die Bereiche von akuten und chronischen Entzündungen, anhaltenden Schmerzen, Übelkeit und Eindämmung von Krebszellen, Wachstumsförderung von Knochen und Gehirnzellen.

Weil man aber in der Vergangenheit Cannabispflanzen überwiegend angebaut hat, um das psychoaktive Cannabinoid THC oder auch CBD zu ernten, besaßen die Pflanzen im fortgeschrittenen Stadium nur noch einen geringen CBG-Wert von ungefähr einem Prozent. So lässt sich vermutlich erklären, warum die Forschung erst jetzt den gezielten Fokus aus Cannabigerol legt und die wachsende Liste an positiven Wirkungsweisen für das Endocannabinoid-System entdeckt[2]. CBG hat die Formelsumme C21H32O2 und trägt die CAS-Nummer 2808-33-5.

CBG-Wirkungsweisen bei verschiedenen Krankheitsbildern

Mit seinem Partner CBD teilt sich CBG die entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung. Auch gegen Übelkeitsgefühle können beide Cannabinoide nahezu gleichstark helfen, wenn CBG auch eine schnellere und länger anhaltende Wirkung aufzeigt, als sein Nachfolger.

Cannabigerol wird besonders bei Augenkrankheiten, wie Beispielsweise dem Grünen Star, angewandt. Eine Ursache für die weitverbreitete Krankheit ist Glaukom, ein erhöhter Augeninnendruck, entstehend durch einen gestörten Abfluss der Tränenflüssigkeit im Augenkammer-Winkel, der Patienten ohne entsprechende Behandlung sogar erblinden lassen kann. Hier zeigt das eingesetzte Cannabinoid CBG eine gute Wirkung und hilft beim Abfluss des Kammerwassers, wodurch der schmerzliche Augeninnendruck reduziert wird.

Man weiß inzwischen, dass ein psychisches Unwohlsein negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Magen-Darm-Trakts haben kann. Hierbei spielt auch das Endocannabinoid-System eine große Rolle, welches eng mit dem Magen-Darm-Trakt kommuniziert. Es ist verantwortlich für das Hungergefühl und eine funktionierende Darmflora. Liegt eine Verdauungsstörung vor, Entzündungen im Darmtrakt oder ein chronischer, schmerzlicher Reizdarm, gibt es eine Vielzahl an Phytocannabinoide, die zur Therapie und schließlich der Regulation eingesetzt werden können.

Diese Wirkung haben italienische Wissenschaftler im Jahr 2018 durch Studien beweisen können. Natürliche Inhaltsstoffe der Cannabispflanze, wie Cannabigerol, zeigen eine neuroprotektive Wirkung bei Darmentzündungen. CBG wäre demnach in der Lage, Nervenzellen und Nervenfasern vor einem Absterben zu schützen und den Krankheitsverlauf bei Patienten zu verzögern.

Patienten mit Darmkrankheiten bilden zusätzlich häufig zu viele freie Radikale, die nicht optimal abgebaut werden können, da dem Körper nicht genügend antioxidative Schutzmechanismen zur Verfügung stehen. Die Folge ist oxidativer Stress und Ungleichgewicht der Eisenreserven.

Oxidativer Stress wird als Ursache für viele bekannte und in unserer Gesellschaft weit verbreitenden Krankheiten angesehen. Darunter fallen Arteriosklerose, Herzerkrankungen, Alzheimer und Krebs.

CBG besitzt eine antioxidative und gleichzeitig entzündungshemmende Wirkung, was das Phytocannabinoid immer interessanter für die Medizin werden lässt. Sogar bei Darmkrebs erhoffen sich Forscher, mit CBG eine Hemmung der Tumore anregen zu können, um den Heilungsprozess besser zu unterstützen. Dieses gehemmte Wachstum ergibt sich aus der antagonistischen Wirkkomponnente eines speziellen Gens, während wichtige andere Gene durch das Phytocannabionoid aktiviert werden.

Doch es gibt natürlich noch mehr Krebsarten, bei deren Behandlung und Therapieformen CBG in Zukunft eine wichtige Rolle spielen könnte. Der Bestandteil der Cannabigerolsäure hilft nachweislich auch bei Hautkrebs, indem CBG das Wachstum bösartiger Tumore in den Pigmentzellen, also Melanome, reduziert. Durch Tierversuche hat man im direkten Vergleich mit anderen Inhaltsstoffen der Cannabispflanze festgestellt, dass Cannabigerol das größte Potenzial für Erfolge bei Krebsbehandlungen aufzeigt.
Dieses Ergebnis wurde später erneut unterstützt, als Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse im British Journal of Pharmacology unter dem Titel ,Effekte von Cannabinoiden und cannabinoidangereicherten Cannabisextrakten auf TRP-Kanäle und endocannabinoidische Stoffwechselenzymen’ veröffentlichten. Sie schlussfolgerten, dass die Ergebnisse der Cannabinoid-Forschung mit u. a. CBG relevant für eine entzündungs- und krebshemmende Wirkung sind. Untersuchte Krebsarten waren im Rahmen ihrer Forschung Prostatakrebs und Brustkrebs.

Durch eine Aktivierung der Cannabinoidrezeptoren wird ein Zellabsterben der Prostatakarzinomzellen induziert. Ob man für diese Wirkung CBG alleine verantwortlich machen kann oder ein Wechselspiel mit anderen Phytocannabinoiden erforderlich ist, ist noch nicht ausreichend geklärt.

CBG besitzt allerdings nicht nur eine antibakterielle und antimikrobielle Eigenschaft, sondern zeigt außerdem, wenn auch gering, antimykotische Wirkungen, sprich eine wachstumshemmende bis abtötende Wirkung bei Pilzinfektionen.

Auch ein Zusammenwirken von Limonen und CBG wurde bereits entdeckt. Die Zitrusfrucht zeigt einen synergistische Effekt auf CBG bei der Unterstützung des Zelltods von Brustkrebszellen.

Die Huntington-Krankheit, auch Chorei Huntington genannt, ist eine erbliche und bisher nicht heilbare Störung des Gehirns, bei der Nervenzellen über einen längeren Zeitraum hinweg absterben. Die ASENT-Organisation hat medizinische Untersuchungsergebnisse veröffentlicht, die von positiven Eigenschaften von CBG für die Neuroprotektion berichten. Ebenso fand man heraus, dass CBG durch eine seltene neurogene Wirkungsweise fähig ist, die Regeneration von Nervenzellen und Wachstumsstimulation neuer Gehirnzellen zu unterstützen Ob CBG in Zukunft allein oder als Kombipräparat für Behandlungen neurodegenerativer Erkrankungen eingesetzt werden kann, ist noch nicht ausreichend erforscht worden.

Als größtes menschliches Organ bietet die Haut viel Fläche für Erkrankungen und Infektionen. Diese Erkrankungen erstrecken sich von einfachem Juckreiz, Ausschlag bis hin zu schmerzvollen Krankheiten, wie beispielsweise Atherom oder Hautkrebs.

CBD wird im dermatoligischen Bereich in Form von Öl und Hautcremes bereits seit längerer Zeit erfolgreich eingesetzt. Doch auch CBG zeigt, besonders in Kombination mit dem körpereigenen Endocannabinoid Anandamid überraschende Effekte. Während Anandamid für die regulierte Ausprägung von Genen für eine Differenzierung in der Haut zuständig ist, kann es außerdem Cannabinoide wie THC verdrängen, in dem es an die gleichen Rezeptoren im Endocannabinoid-System andockt. Mit CBG ist es hingegen freundlich gestimmt. Cannabigerol ist nämlich in der Lage, die von Anandamid angestoßene Differenzierung, innerhalb der Zellen, sowie deren Ausbreitung, zu kontrollieren.

Das bedeutet, Phytocannabinoide helfen Endocannabinoiden beim vorbeugenden Aufbau abgestorbener Hautzellen, wodurch sie eine hemmende Wirkung auf die Vermehrung lebender Zellen erzielen. Diesen Verbund im Kampf gegen diverse Hautkrankheiten haben Wissenschaftler im Jahr 2007 nachweisen können und veröffentlichten ihre Ergebnisse durch eine Studie im Journal of Dermatological Science.

Dieses Zusammenspiel ist im Übrigen auch für die Schmerzbehandlung ein wichtiger und interessanter Faktor. Obwohl sich Cannabinoid-Rezeptoren vorwiegend auf Nervenzellen im Kleinhirn und Darm finden lassen, zeigt auch die Haut genetische Informationen über CB1- und CB2-Rezeptoren. Das wird nicht zuletzt durch erfolgreiche Cannabinoid-Therapien bei dermatologischen Erkrankungen begründet, sondern ebnet auch den Weg zur Schmerzbehandlung.

So zeigen beispielsweise ansteigende Anandamid-Werte eine schmerzreduzierende Wirkung beim Patienten. Können Phytocannabinoide Enzyme unterstützen, die für den natürlichen Abbau eigener Endocannabinoide verantwortlich sind, kann die schmerzlindernde Wirkung gezielt und länger anhaltend erzeugt und der Patient in seiner Behandlung besser unterstützt und entlastet werden.

Indem Phytocannabinoide wie CBG das Endocannabinoid-System unterstützen, können auch eventuelle Störungen reguliert und Lücken im optimalen Funktionsverlauf geschlossen werden. Cannabigerol schafft es, wie einige weitere Cannabinoide, eine überschüssige Zellteilung von Keratinozyten. Keratinozyt ist der mit großem Abstand häufigste auftretende hornbildende Zelltyp in der menschlichen Oberhaut. Sein Zellzyklus beschleunigt sich bei der Schuppenflechte-Erkranung um das Achtfache und steigert damit den Prozess der Ausbreitung der Zellen von der Basal- bis zur Oberschicht um ein Vielfaches von vier Wochen auf etwa vier Tage. Verhornte Keratinozyten finden sich schließlich auf der äußersten Hautschicht wieder, auf der die Zellen bereits abgestorben sind. Normalerweise kann der Körper diese winzigen Hautzellen unbemerkt abschälen, bei Schuppenflechte werden durch den gestörten Verhornungsprozess diese Zellen als Schuppen sichtbar. Auch wenn eine solche Schuppenflechte für Betroffene keine schwerwiegenden, gesundheitlichen Probleme mit sich bringt, entsteht für betroffene durch Juckreiz und Sichtbarkeit der Schuppen eine psychische Belastung.

Der Juckreiz wird auch bei Neurodermitis für Betroffene oft zur Qual und kann sogar zu Infektionen führen. Vermutlich sind unregulierte Stimulierungen der Mastzellen für den Ausstoß entzündungsfördernder Substanzen verantwortlich, die den geschilderten Juckreiz unterstützen.

Dass das Endocannabinoid-System neben all seinen Stricken und Fäden auch noch die Aktivität der Mastzellen beeinflusst, ist für Cannabinoid-Interessierte vermutlich wenig überraschend.

Schaffen Endocannabinoide es nicht mehr allein, die durch Mastzellen entstehenden Entzündungen alleine einzudämmen, greifen Phytocannabinoide wirkungsvoll an. Dieser Effekt wurde übrigens nicht nur bei akuten, sondern auch bei chronischen Infektionserkrankungen festgestellt. Hautcremes, Salben und Öl mit dem Inhaltsstoff CBG zeigen bei erwachsenen Patienten eine schmerz- und juckreizlindernde, als auch entzündungshemmende Wirkung.

Neueste Studien der letzten Jahre untersuchten mit positivem Ergebnis die Wirkung von CBG bei Angstpatienten und Depressionserkrankungen. Hier liegt der Vorteil gegenüber THC ganz deutlich in der Wirkungsweise, die keine geistigen Beeinträchtigungen hervorruft. Zusätzlich kann CBG eine Psychoaktivierung signifikant verringern, da es sich nicht nur an CB2-Rezeptoren andockt, sondern auch, wie seine konkurrierenden Cannabinoide, ebenfalls die CB1-Rezeptoren ansteuert und diese aktiviert.
Für viele Menschen mit Angstzuständen ist das ein wichtiger Faktor bei der Auswahl der passenden Therapieform.

Das kleine Cannabinoid kann aber noch mehr. CBG kann die Aufnahme von Gamma-Aminobuttersäure hemmen und Serotonin-Rezeptoren blockieren. Durch diese Regulierung des zentralen Nervensystems ohne psychoaktive Nebenwirkungen, spielt CBG eine immer größere werdende Rolle bei der Generierung von neurobiologischen Störungen und stellt eine interessante Alternative zu herkömmlichen Psychopharmaka. Diese Arzneimittel stehen schon seit langem in der Kritik, nicht zuletzt, weil viele Patienten schnell in eine medikamentöse Abhängigkeit rutschen, die von Ärzten viel zu selten wahrgenommen wird. Dieses Risiko entfällt bei Cannabigerol.

Durch wissenschaftliche Studien vermutet man, dass Cannabigerol eine hemmende Wirkung gegenüber Cannabinoiden zeigt, die an CB1-Rezeptoren andocken. Somit ist CBG auch in der Lage, die psychoaktive Wirkung von THC einzudämmen, beziehungsweise stören kann.
Nach heutigem Wissensstand gehen Forscher davon aus, dass Cannabigerol und endocannabinoide CB2-Rezeptoren in Wechselwirkung stehen. Wie sich CBG im menschlichen Endocannabinoid-System genau verhält, ist jedoch noch nicht schlussendlich geklärt.

CBG-Öl

Meistens findet sich CBG in kaltgepresstem Hanfsamenöl, sprich natürliche Kern- oder Pflanzenöle. Diese Öle enthalten keine psychoaktive Wirkung, da sie entweder keine oder nur geringe THC-Werte unter 0,2 % beinhalten. CBG-Öl ist somit völlig legal erwerbbar und anwendbar.

Es kann unbedenklich als Ergänzung zum CBD-Öl eingenommen werden. Da es bislang keine aussagekräftigen Studien zur Einnahme während der Schwangerschaft und Stillzeit gibt, sollten Frauen während dieser Zeit auf CBG vorsichtshalber verzichten.

Gewonnen wird CBG durch ein CO2-Destillationsverfahren, bei dem CBG in kristalliner Form aus gepressten Hanfkörnern isoliert wird. Durch Destillations- und Dampfverfahren stoppt man CBG vor der Weiterwandlung zum bekannteren Cannabinoid CBD.

Die gewonnenen Cannabigerol-Kristalle lassen sich homogen in Öl auflösen und optimal weiter verarbeiten. Da sich CBG bei richtiger Prozedur mit dem Öl gleichmäßig zusammensetzt, bildet sich bei CBG-Öl auch nur selten ein Bodensatz.

Durch die Einnahme dockt das CBG an den CB1- und CB2-Rezeptoren an, die den Wirkstoff dank des ECS optimal weiter transportieren können.

Eine festgeschriebene Konzentration besitzt CBG-Öl übrigens nicht, obwohl für erwachsene Menschen meistens Öl mit fünfzehn Prozent CBG ausreichend ist, bewegen sich manche Öle auch bei knapp fünfzig Prozent CBG-Anteil. In der Regel kann man sagen, dass sich der Ölpreis mit steigender CBG-Konzentration stetig erhöht.

Das typische, berauschende High-Gefühl, dass Anwender beim Konsum von THC-reichem Cannabis empfinden, bleibt beim Cannabigerol aus. Angst vor einer auftretenden Abhängigkeit oder gar einem Suchtgefühl müssen Anwender auch nicht haben. Mit psychoaktiven Substanzen hat das Phytocannabinoid bei der Entfaltung im Endocannabinoid-System nichts mehr zu tun.

Anwendung und Aufbewahrung von CBG-Öl

Für die Einnahme des CBG-Öls bieten sich verschiedene Methoden an.

  1. Das schnellste Einsetzen der Wirkung kann durch Inhalation erzeugt werden.
    Das Öl wird hierbei verdampft und mit Hilfe von Inhalatoren oder Vaporisatoren gezielt eingeatmet. Durch die Lunge finden die Tröpfchen ihren Weg direkt ins Blut.
  2. Wie bereits beschrieben, gibt es bereits diverse Salben und Hautcremes, die CBG beinhalten. Es ist für eine äußere Anwendung also auch möglich, Cannabigerol-Tropfen direkt auf die entzündeten Körperstellen aufzutragen.
  3. Selbstverständlich lässt sich CBG auch einfach Schlucken. Patienten mit Magen- und Darmbeschwerden greifen hierbei allerdings lieber auf Kapseln zurück, da pures CBG einen stark-grasigen und bitteren Heu-Geschmack trägt. Geruch und Geschmack kann durch die schützenden Hüllen der Kapseln gebunden werden. Zusätzlich verhindern sie, dass sich die Wirkstoffe zu früh im Körper absetzen.
  4. Durch eine Pipette lassen sich die Öl-Tropfen unter die Zunge träufeln. Dieser Vorgang wird auch häufig für Patienten gewählt, die Hilfe bei der Einnahme benötigen. Diese sublinguale Verabreichung hilft, den Wirkstoff durch die Mundschleimhaut schnell zu resorbieren. Ein Nachteil könnte sein, dass man durch diese Methode keine größeren Mengen auf einmal aufnehmen kann, dieser Fall spielt für die überschauliche Einnahme von CBG jedoch keine Rolle.

Da das Cannabinoid an der Luft leicht oxidieren kann, sollte es immer in gut verschlossenen Behältern und an schattigen Orten, vor starkem Sonneneinfall schützend aufbewahrt werden. Durch dem Öl beigesetzten Trägerstoff sollte das empfohlene Haltbarkeitsdatum nicht überschritten werden.

Nebenwirkungen von CBG

Wie bei Phytocannabinoiden üblich, sind auch bei Cannabigerol die biser bekannten Nebenwirkungen überschaubar. Durch Überdosierungen können bei Anwendern Symptome wie Übelkeitsgefühle und Erbrechen oder Durchfall auftreten. Diese entstehen aus der natürlichen Abwehrhaltung des Körpers gegenüber einer Redundanz an fettreichen Ölen.

Zu Überdosierungen, nach maximal therapeutischer Dosis, zählen mehr als 300 Milligramm CBG pro Kilogramm Körpergewicht bei erwachsenen Menschen.

CBG in der Tiermedizin

Viele wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen Forscher zwar durch Tierversuche, doch auch die Ergebnisse finden ihren Platz in der modernen Tiermedizin[3] [4]. Wie Menschen, können beispielsweise auch Katzen unter einem Glaukom leiden. Auch unseren vierbeinigen Freunden verhilft CBG, den Augeninnendruck zu reduzieren und so Schmerzen zu lindern. Das funktioniert, weil auch viele Tiere über ein Endocannabinoid-System verfügen, welches ebenfalls entzündungshemmende Eigenschaften durch Phytocannabinoide transportieren kann.

Da der Organismus im kleinen Katzenkörper jedoch selbstverständlich nicht eins-zu-eins mit dem eines Menschen vergleichbar ist, passt man die Cannabinoide für eine bessere Verträglichkeit mit einem Fett-Anteil an. So enthält CBD-Öl für Katzen häufig einen signifikanten Anteil an Olivenöl. Die Einnahme weist hingegen wieder mehr Ähnlichkeiten zu menschlichen Patienten auf. Auch bei Tieren wird empfohlen, die Therapie mit kleinen Mengen in Tropfenform durch eine orale Einnahme zu beginnen, die man nach und nach steigert. Natürlich lassen sich bei Katzen die Cannabinoid-Tropfen auch ins Futter mischen.

Auch Hunden kann man CBG als Nahrungsergänzungsmittel ins Futter mischen. Und das nicht nur, wenn das Tier bereits an Arthrose leidet. Besonders für Hundehalter, die ihre Tiere Barfen, also ausschließlich mit rohem Fleisch ernähren, dürfte das Cannabinoid interessant sein. Denn auch bei Haustieren zeigen sich die gleichen positiven Effekte wie beim Menschen, wenn es um die Reduzierung von Tumorzellen, Augenerkrankungen, Depression und Stimulierung von natürlichen Regulationsprozessen sowie von Knochen und Gehirnzellen geht [5].

Für die Beigabe zur Tiernahrung findet man CBG überwiegend in kaltgepressten Ölen aus Hanfsamen, die, wie bereits beschrieben, ebenfalls einen CBG-Anteil in sich tragen.

Auch der postivie Effekt gegen Übelkeit und Erbrechen kann durch die Beigabe von CBG bei Tiere beobachtet werden.

[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1760722/

[2] https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S016372581100180X?via%3Dihub

[3] https://www.alpha-cat.org/cbg-le-cannabinoide-dorigine-2/

[4] https://www.sciencedirect.com/topics/medicine-and-dentistry/cannabigerol

[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/