1. Allgemeines
  2. Besitzt CBD psychoaktive Wirkungen
  3. CBD und andere Cannabinoide
  4. Wirkungsweise
  5. CBD-Öl
  6. CBD bei Diabetes
  7. CBD bei Asthma
  8. CBD in der Schmerztherapie
  9. CBD in der Hautpflege
  10. CBD als Antioxidant

Allgemeines

In den letzten Jahren hat sich das Phytocannabinoiden der Hanfplfanze einen ganz eigenen Namen gemacht, ohne länger im Schatten seines berühmten Bruders THC stehen zu müssen. CBD, das ist die Abkürzung für Cannabidiol und eines von vielen Cannabinoiden, das für die Wissenschaft und Medizin immer interessanter wird. Es wird hauptsächlich aus der weiblichen Cannabispflanze gewonnen und wurde von der Weltgesundheitsorganisation Allgemeinhin als nicht-psychoaktivees Cannabinoid eingestuft.

Gemeinsamkeiten zu Tetrahydrocannabinol bestehen trotz allem.

Denn CBD, als auch THC nehmen aktuell nicht nur den größten Stellenwert der Cannabinoidforschung ein, sie stammen auch beide aus der molekularen Quelle CBG, mit der gleichen Ausgangschemikalie CBGV. Wie viele Phytocannabinoide, entfaltet CBGV seine ganze Wirkungskraft erst, nachdem es erhitzt wird. Diesen Hergang nennt man Decarboxylierungsprozess. Durch die Anwendung der Wärme und Lichteinwirkung kann sich CBGV in CBD umwandeln.

Ein großer Vorteil ist, dass das Cannabinoid so leichter aufgenommen werden und sich einfacher im Körper entfalten kann. Neueste Studien belegen außerdem, dass CBD in seiner Arbeit von CBGV unterstützt werden und leichter an die Rezeptoren im Endocannabinoid-System andocken kann. Diese Erkentniss ist relativ neu, da in den meisten Cannabispflanzen nur eine geringe CBGV-Konzentration entahlten ist. Ein natürliches, erhöhtes Vorkommen von CBGV findet man in Cannabispflanzen in Nordwest-Indien und Nepal.

CBD wirkt angstlösend, entspannend und anti-epileptisch ohne ein High-Gefühl beim Konsumenten hervorzurufen. Außerdem wirkt es antioxidativ und zeigt einen direkten Effekt auf die Mitochondrien, indem es die Energieproduktion der Zellen regulieren kann. Auch dieser Effekt kann Epilepsie-Patienten bei der Behandlung von Anfallen durch unwillkürliche Funktionsstörungen im Gehirn zugute kommen. Deshalb legt auch die Medizin große Hoffnung auf CBD. Mit circa einer halben Millionen Betroffenen allein in Deutschland und ungefähr 38.000 Epilepsie-Neuerkrankungen pro Jahr, würde CBD als Arzneimittel auf großen Anklang stoßen können.

CBD hat die Summenformel C21H30O2 und trägt die CAS-Nummer 13956-29-1.

Besitzt CBD psychoaktive Wirkungen

In der Vergangenheit gingen Wissenschaftler davon aus, dass THC das einzige Cannabinoid der Cannabis-Pflanze darstellt, welches eine psychoaktive Wirkung zeigt und Cannabidiol, kurz CBD, diesen Effekt reduzieren kann.

Aus diesem Grund haben Züchter in den letzten Jahren darauf geachtet, weibliche Hanfpflanzen mit einem immer geringer werdenden Anteil an CBD zu ernten, um die psychoaktive Wirkung, also den klassischen Drogenrausch von Cannabis, beim Konsumenten trotz einer möglichen, erhöhten THC-Toleranzgrenze zu gewährleisten.

Neue Studien zeigen allerdings ein anderes Bild von CBD. Probanden konsumierten in vier verschiedenen Gruppen entweder nur THC, nur CBD oder auch THC-CBD-Mischung. Die letzte Gruppe inhalierte eine Scheinsubstanz (Placebo). Alle Cannabinoide wurden mit Hilfe eines Vaporizers aufgenommen, also beim Konsum nicht verbrannt, sondern ausschließlich verdampft. So zeigte sich, dass auch pures CBD eine gewisse, wenn auch geringe, psychoaktive Wirkung auf den Konsumenten aufweist.

Selbst die Wirkung von CBD auf THC muss neu überdacht werden. Teilnehmer aus der Gruppe mit THC-CBD-Mischung, wiesen demnach einen höheren Rausch auf, als Konsumenten des reinen THCs. Ein Grund dafür könnte in der zweiphasigen Wirkung von CBD liegen. Da CBD nur schwach an Rezeptoren im Endocannabinoid-System andocken kann, nutzt das Phytocannabinoid einen anderen Trick. Es scheint die Eigenschaften von ECS-Rezeptoren verändern und abgleichen zu können, sodass THC bei gleichzeitigem Konsum eine aktivere Stimulationen der CB1- und CB2-Rezeptoren erzielen kann. Diese Wechselwirkung zeigt vor allem, dass Forschungen über Cannabinoide und ihre Wirkungen komplexer sind, als bisher angenommen und man immer noch nicht in der Lage ist, die gesamte Bandbreite der Effekte auf den menschlichen Körper zu erfassen.

Weitere Studien haben gezeigt, dass es dem Magen bei der Erfüllung bestimmter Durchblutungs- und Magensäure-Kriterien möglich ist, CBD in THC umzuwandeln.[1]

Das ist möglich, weil CBD eine Vorstufe von THC darstellt. Durch die vorhandene Magensäure kann sich CBD also in THC und auch weitere Cannabinoide verwandeln. Wissenschaftler bezeichnen diesen Vorgang als Isomerisierung. Für den Prozess haben sie die Magenflüssigkeit allerdings künstlich erzeugt und auf den exakten pH-Wert eingestellt, bei dem sich CBD lösen kann. Die Umwandlungsrate in THC schwankt jedoch enorm bei abweichenden pH-Werten des Magensafts. Das macht es auch schwer, alle erfassten Daten korrekt auszulesen und zu interpretieren. Auch ist noch immer unklar, ob CBD durch natürliche Magenenzyme wie Pepsin, Gastrin oder Amylase besser geschützt ist.

Ob sich CBD damit qualifiziert, eines Tages unter das Betäubungsmittelgesetz zu fallen, ist dennoch eher unwahrscheinlich. Denn Phytocannabinoide sind nicht wasserlöslich, sondern ausschließlich fett- und alkohollöslich. Das senkt die Bioverfügbarkeit. Das bedeutet, dass der menschliche Körper nur circa zwanzig Prozent des Cannabinoids aufnimmt. Die restlichen achtzig Prozent fallen unter Zersetzungsprodukte.

CBD und andere Cannabinoide

Durch eine orale Einnahme von CBD steuert das Cannabinoid über den Blutkreislauf gezielt seine Rezeptoren im Endocannabinoid-System an. Einmal dort angekommen. Ausgehend von diesen Bindungsstellen verbreitet das Cannabinoid seine Wirkung auf den Nervenzellen und hemmt vor Allem bestimmte Enzyme. Es verändert die Ausschüttung der Neurotransmitter. Die Botenstoffe der Nervenzellen werden abgewandelt und die psychoaktive Wirkung setzt ein.

Konsumiert man CBD gemeinsam mit THC, ist der Effekt wieder ein völlig anderer. Um welche Auswirkung es sich dabei auf den menschlichen Körper genau handelt, kann man jedoch nicht allgemein sagen. Der Cannabis-Rausch hängt nicht nur von der ursprünglichen Cannabis-Pflanze ab, sondern auch vom jeweiligen Konsumenten. So weiß man zum Beispiel, dass Pflanzen mit hohem CBD-Gehalt, die Rauschwirkung des THC verstärken können, während CBG einen gegenteiligen Effekt aufweist. Phytocannabinoide beeinflussen und regulieren sich somit gegenseitig.

Da in synthetischen Cannabinoiden kein Cannabidiol (CBD) enthalten ist und sie zusätzlich eine höhere Bindung an Rezeptoren aufzeigen, empfinden Konsumenten den Rausch oftmals intensiver, als den Rausch mit pflanzlichen Cannabinoiden. Studien lassen tendenziell vermuten, dass somit auch die Gefahr, Psychosen zu erleiden, steigt. Die Folgen sogenannter Horrortrips gehen indessen weit über die eigentlichen Nebenwirkungen der synthetischen Cannabinoide als Droge hinaus.

Wie auch CBD ist CBDA, also Cannabidiolsäure, ein Cannabinoid der Cannabispflanze. Es kann als Vorstufe des CBD verstanden werden, da CBDA in rohem Pflanzenmaterial auftaucht. Mittels Decarboxylierungs-Prozess, entweder durch lange Lagerung und Trockenzeit der Pflanzen oder durch Hitze, entsteht schließlich CBD. Auch CBDA hat keine psychoaktive Wirkung, ist also nicht psychotrop und kann bei Verbrauchern kein Rauschzustand mit Bewusstseinsänderungen hervorrufen.

Wirkungsweise

Genau wie THC, gehört auch Cannabidiol, kurz CBD, zu den Phytocannabinoiden der weiblichen Hanfpflanze. Es kommt überwiegend als Säure vor und wurde in den vierziger Jahren erstmals entdeckt. Isolieren konnte es jedoch erst 1963 der israelische Hochschullehrer Raphael Mechoulam[2], um es als Molekül mit therapeutischem Effekt ohne nennenswerte psychoaktive Wirkung zu betiteln. Heute gewinnt man CBD als Nutzhanf, bevor man den Wirkstoff durch industrielle Erhitzung extrahiert.

Der Cannabis-Wirkstoff hat aufgrund der fast nicht vorhandenen psychoaktiven Wirkung, einen anderen Status und besseren Ruf als sein enger Verwandter THC. Es ist weder auf der Liste für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) der Vereinten Nationen aufgelistet, noch ist es hierzulande illegal. Mit EU-weiter Zulassung wird CBD als „neuartiges Lebensmittel“ häufig bei der Zusammenstellung von Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt. Erst ab einem THC-Gehalt von über zwei Prozent darf CBD nicht mehr frei verkauft werden.

CBD setzt sich nach der Einnahme zwar ebenfalls an Rezeptoren im Nervensystem, entwickelt dort jedoch beinahe die entgegengesetzte Wirkung wie THC. CBD zeigt hemmende und abblockende Effekte, die letztlich den Hunger zügeln, sedierend wirken und den Blutdruck senken. Weil CBD auch für die Blockierung einer weiteren Rezeptorenaufnahme von THC verantwortlich gemacht wird, die Wirkung des Rausches also mindert oder ganz blockiert, werden Cannabispflanzen mit immer geringerem CBD-Anteil gezüchtet.

Aufgenommen wird Cannabidiol heute hauptsächlich oral in Öl- oder Pastenform. Durch die Mundschleimhäute wird der Wirkstoff aufgenommen und dockt direkt an den Rezeptoren im Gehirn an. Bei Einsatz von Kapseln über die Magenschleimhaut verzögert sich der Einsatz der Wirkung. Inzwischen weiß man durch klinische Studien auch, dass CBD-Öl die Anfallshäufigkeit von therapieresistenten Epilepsiepatienten reduzieren kann und deshalb vermehrt auch bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt wird.

Studien weisen darauf hin, dass CBD eventuell Lernleistungen steigern, angstlösend und antipsychotisch wirken könnte. Nebenwirkungen können von Schwindel, Müdigkeit, Appetitmangel, erhöhten Transaminasenwerte bis zu Durchfall variieren.

CBD-Öl

Ganz nach dem Motto „Viele Wege führen nach Rom“, ist die Herstellung von festem CBD zu Öl vielseitig machbar.

Eine weitverbreitete Methode ist mit Sicherheit die Decarbosylierung und Extrahierung mittels Olivenöl. Für diesen Prozess nimmt man hauptsächlich Blüten und Blätter der weiblichen Cannabispflanze, da diese einen höheren CBD-Gehalt aufweisen.

CBD-Öle findet man inzwischen in Apotheken, Reformhäusern und Drogeriemärkten. Auch Onlineshops bieten vermehrt CBD-Öle mit unterschiedlichem Reinheitsgehalt an. Ihre Anwendungsgebiete sind so vielseitig wie die Bedürfnisse der Verbraucher. Besonders bei chronischem Darmleiden wird immer häufiger auf CBD-Öl verwiesen. Aber auch Asthma und Arthritispatienten haben immer leichteren Zugriff auf CBD. Sogar psychoaktive Arzneimittel zur Linderung von Angstzuständen kann CBD-Öl inzwischen ablösen. Das legale und nicht-psychoaktiv wirkende Cannabinoid besitzt so viele gesundheitsfördernde Effekte, dass man schnell dazu neigt, das völlig legale Cannabinoid als kleines Wundermittel zu bezeichnen.

Die enthaltene Gamma-Linolsäure wirkt entzündungshemmend, während Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren eine gesunde Zellgeneration ankurbeln können. Noch dazu können sie wichtige Bausteine für ein funktionierendes Herzkreislaufsystem sein.

CBD-Öle enthalten auch Mineralstoffe und Spurenelemente, wie Kalzium und Magnesium. Zellmembranen und das Immunsystem können noch dazu durch Carotinoide und Chlorophyll gestärkt werden. Natürlich sind bei so vielen Effekten auch die Einsatzgebiete breit gefächert. Verbraucher können CBD-Öl als einfaches Nahrungsergänzungsmittel nutzen, wenn versucht wird, eine natürliche Therapie zur Schmerzlinderung zu unterstützen. Dank der ECS-Rezeptoren, an die sich CBD bei oraler Aufnahme schnell bindet, kann die Wirkung an verschiedene Zellen im gesamtem Körper transportiert werden. Der Vorteil zu vielen anderen Schmerzmedikamenten liegt dabei in den geringen Nebenwirkungen.

CBD bei Diabetes

Verschiedene Studien haben ebenfalls die Wirkung von CBD bei beiden Diabetes-Typen getestet und herausgefunden, dass Cannabidiol tatsächlich die Wahrscheinlichkeit eines Auftretens von Typ-1-Diabetes senken und den Ausbruch der Krankheit hinauszögern kann. Hier wirkt auch THC, da das Enzym die Autoimmunreaktion der Krankheit unterdrücken und den geforderten Insulingehalt reduzieren kann.

Typ-2-Diabetiker könnten durch eine Behandlung mit CBD-Öl ein mögliches Ungleichgewicht der Endocannabinoids neu ausbalancieren und somit bei krankheitsbedingten Gewichtsproblemen behilflich sein. Und auch bei Typ-2-Diabetes kann CBD die aufgebaute Insulinresistenz senken, um die Therapie optimal zu begleiten.

Um in überfordernden Stresssituationen oder bei Schlafstörungen nicht auf Arzneimittel zurückgreifen zu müssen, welche einen aufgrund hoher Nebenwirkungen oft träge und lustlos werden lassen, bietet sich CBD auch hier als Alleskönner-Alternative an. In wiederkehrenden Studien untersuchen Wissenschaftler die Wirkung von CBD bei Angst- und Schlafverhalten.[3]

Es wurde bereits vermehrt festgestellt, dass CBD in der Lage ist, Verbraucher zu entspannen und die Schlafqualität zu verbessern.

Viele Nebenwirkungen sind trotz jahrelangem Einsatz von CBD übrigens nicht bekannt. Falsche (übermäßige) Dosierungen können jedoch zu diversen negativen Symptomen wie Durchfall, fallender Appetit oder unliebsame Müdigkeit führen. Auch von Mundtrockenheit berichten Verbraucher hin und wieder. Bei Einnahme von weiteren Medikamenten empfiehlt sich immer eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, bevor CBD-Öl angewendet wird.

CBD bei Asthma

In Deutschland liegt die Zahl der Asthma-Erkrankungen allein von Kinder circa bei zehn bis fünfzehn Prozent. Verschiedene Asthma-Arten reichen von allergischen Reaktionen, Überempfindlichkeiten auf Umwelteinflüsse, bis hin zu schwerem, unkontrollierbarem eosinophilen Asthma.

Die Krankheit, die im Grunde ein Sammelbegriff für entzündliche Reaktionen der Atemwege darstellt, führt häufig zu verengten Bronchien. So entsteht unkontrollierbarer Husten, klingende Atemgeräusche, schmerzliches Luftholen und im schlimmsten Fall sogar Atemnot.

Eine Behandlung mit CBD-Öl sollte bei Asthmapatienten unbedingt mit dem Arzt abgesprochen werden. Eine Therapie für eine Vielzahl an Ursachen mit diversen Symptomen kann nicht allgemeingültig genannt werden. In der Vergangenheit wurde bereits getestet, ob man CBD in Tropfenform als effektive und nebenwirkungsfreie Alternative zu Kortison-Medizin einsetzen kann. Durch seine entspannende Wirkung auf den Konsumenten, kann es Patienten tatsächlich möglich sein, durch ein beruhigtes Gemüt aufkommende Asthma-Anfälle einzudämmen. Ebenso können häufige Begleiterscheinungen der Krankheit, wie zum Beispiel Schmerzen im Brustkorb, reduziert werden. Das funktioniert auch, weil CBD Spastiken und den Muskeldruck senken kann.

CBD in der Schmerztherapie

Eine im Jahr 2012 veröffentlichte Studie im Journal of Experimental Medicine behandelte den schmerzunterdrückenden Effekt von Cannabinoiden, bei Entzündungen und neuropathischen Schmerzen.[4]

Mit Tierversuchen fanden Wissenschaftler heraus, dass CBD hilft, Schmerzen zu lindern, indem es sich an die Rezeptoren im Endocannabinoid-System bindet und durch Stimulierungen positive, neurologische Reaktionen unterstützt. Eine Vielzahl an weiterer klinischen Studien belegte zudem, dass CBD, genau wie THC, bei Patienten mit neuropathischen und diversen Arten von chronischen Schmerzen, eine effektive therapeutische Alternative zu klassischer Medizin darstellt.

CBD in der Hautpflege

Es scheint fast so, als hätten Cannabinoide längst die Grenzen der reinen medizinischen Wissenschaften überwunden. Besonders CBD arbeitet hart an seinem Ruf als Solokünstler, indem es sich einen festen Namen in der Hautpflege macht.

Das war unter anderem möglich, weil Kosmetikunternehmen das Potenzial von CBD bei Entzündungserscheinungen und Hautirritationen erkannt haben. Solche Symptome kann Cannabidiol nicht nur bekämpfen, das natürliche Phytocannabinoid verhält sich zeitgleich auch als Antioxidant. Seine entzündungshemmende Wirkung bereichert deshalb bereits viele Hautcremes, um dermatologische Behandlungen, wie beispielsweise Psoriasis- und Ekzemen-Therapien, optimal zu unterstützen.

Auch bei Neurodermitispatienten und Menschen die unter Akne leiden, kann eine CBD-Behandlung Erfolgsaussichten liefern, da der Fettgehalt in der Haut bei Betroffenen reduziert und unreine Hautbilder bekämpft werden können. Obwohl auch hier die entzündungshemmende Eigenschaft und antibakterielle Wirkung von CBD einen großen Effekt besitzt, ist eine gesunde Ernährung und ausgeglichene Lebensweise bei der Behandlung natürlich ebenfalls nicht außer Acht zu lassen.

CBD als Antioxidant

Viele Jahrzehnte wurden Vitamin C und Vitamin E die stärksten antioxidativen Eigenschaften zugesprochen. Möhren, Melonen, dunkle Beeren und Nüsse sind reich davon und in der Lage, aggressive Sauerstoffradikale abzufangen, die sich beim natürlichen Stoffwechselprozess im Körper bilden.

Diese freie Radikale haben den fraglichen Ruf, das Gewebe schneller altern zu lassen. Diese These stammt von dem amerikanischen Professor und Biogerontologen Denham Harman, der behauptete, die Moleküle würden Mitochondrien verbrennen, das Erbgut von Zellen stören, beschädigen und dadurch den Alterungsprozess ankurbeln.[5]

Diese Beschädigung der Zellen ddurch freie Radikale könne demnach sogar zu Krebs führen.

Fundierte, wissenschaftliche Belege existieren für diese Theorie allerdings nicht. Stattdessen weiß man inzwischen, dass Sauerstoffradikale wichtig für die Regulation bei der Vermehrung und für die Funktionen der Zellen sind. Und obwohl sportliche Aktivitäten eine erhöhte Bildung neuer freier Radikale hervorruft, die nachweislich unserem Körper helfen, resistenter auf oxidativen Stress zu reagieren, ist eine dauerhafte erhöhte Bildung von Radikalen durchaus gefährlich. Es steigt nicht nur das Risiko an Krebs zu erkranken, auch die Gefahren für Typ-2-Diabetes und diverse Hirnleiden, wie Alzheimer und Parkinson, steigen.

Neue Studien belegen, dass Cannabinoide herkömmlichen Antioxidantien-Quellen in nichts nachstehen. [6]

Womöglich sind sie sogar die reichste natürliche Quelle für Antioxidantien, die uns momentan bekannt ist. Cannabinoide mit CBD-Struktur besitzen ein freies Sauerstoffatom, welches an die freien Radikalen übergeht, um sie zu neutralisieren. Dieses freie Sauerstoffatom ist für die antioxidative Eigenschaft von Cannabidiol verantwortlich.

Dieser Effekt macht CBD auch für die Forschung von neuen Therapieformen bei neurodegenerativen Erkrankungen interessant. Durch seine neuroprotektive Eigenschaft kann es den Körper besser vor einer Vielzahl an Erkrankungen der Nervenzellen im Gehirn schützen.

[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5510776/
[2] https://academictree.org/chemistry/peopleinfo.php?pid=83350
[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6326553/
[4] http://jem.rupress.org/content/209/6/1121
[5] https://hplusmagazine.com/2009/07/14/leaders-modern-gerontology-denham-harman-takes-free-radicals/
[6] https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f0/US-patent-6630507.pdf